VEREIN DER WALDFREUNDE ST. HUBERTUS 1926 Bonn Duisdorf-Hardtberg e. V. 

 

Die Geschichte der Waldfreunde Duisdorf e.V.

 

Am 01.05.1926 gründeten 17 Freunde und begeisterte Anhänger des Waldes einen Verein, der die Pflege und die Erhaltung des Waldes zum Ziele hatte. Dieser Personenkreis hatte sich bei gemeinsamen Wanderungen und kleineren Waldfesten kennen gelernt.

Die eigentliche Initiative, einen Verein zu gründen, gab Christian Görgen. Er war Maler von Beruf und entwarf das erste Hubertusbild mit einem weißen Hirsch. Daher wurde der Verein nach dem heiligen Hubertus benannt. Sein Gemälde wurde am 1. Kiesweg hoch oben im Kottenforst an einer Eiche aufgehängt und ab dem Jahr 1927 wanderten die Waldfreunde jeden Oster- und Pfingstmontag zu diesem Bild. Auch schon damals  wurde unterwegs ein Gläschen auf den St. Hubertus geleert.

Zum 1. Vorsitzenden wählte man Christian Görgen, der den Verein bis zu seinem Tod 16.01.1946 führte. Christian Görgen war immer mit Feldstecher und Horn unterwegs, um alles was im Wald „kraucht und fleucht“  zu beobachten. Mit seinem kleinen Horn schmetterte er Sonntagmorgens „die Waldesruh“ ins Dorf. Alle Bewohner hörten die Töne und es hieß: „Die Waldfreunde machen wieder ihre beliebte Wanderung in den Wald.“

Gründer des Vereins 1926:         

  • Christian Görgen
  • Heinrich Agnes
  • Toni Barth
  • Chr. Bogner
  • Joh. Faßbender
  • Franz Hermanns
  • Wilhelm Knippling
  • Joh. Neckel
  • Jos. Oedekoven
  • Paul Ott
  • Peter Rang
  • Joh. Reichartz
  • Peter Schneider
  • Wilh. Sticker
  • Gerh. Strömer
  • Fritz Thelen
  • Heinrich Thelen

Während des zweiten Weltkrieges lag das Vereinsleben still, manche Kameraden kamen nicht zurück oder wurden vermisst.

 

Chronik

  • 16.01.1946 – Tod des 1. Vorsitzenden Christian Görgen
  • 13.11.1949 - Die Waldfreunde kommen erstmalig nach dem Krieg wieder zu einer Versammlung zusammen
  • 03.12.1949 - Neuwahl des neuen ersten Vorsitzenden Caspar Schröder
  • 1951 – 25jähriges Jubiläum: Heinrich Schlösser stiftet dem Verein einen Ehrendegen zum Hahneköppen. Seit 1951 wird am Kirmesdienstag das Hahneköppen ausgetragen
  • 1952 - Das Hubertusschild wird erneuert
  • 1954 – Die Waldfreunden stellen auf dem Hardtberg erste Ruhebänke auf. Schon damals stand in der Zeitung, dass Jugendliche die Bänke als „Tummelplätze“ benutzen und den älteren Leuten die ersehnte Ruhe nahmen
  • 1956 - 30 Jahre Waldfreunde: Als Geschenk gibt’s das Ölgemälde von Heinrich Agnes „Die Mühle am Teich“ 
  • 1956  - Das BMVg (Bundesministerium der Verteidigung) wird auf dem Hardtberg gebaut. Caspar Schröder schlägt vor, dass sich die Waldfreunde verpflichten, an einer noch zu bestimmenden Stelle Bäume zu pflanzen, um so ein Symbol gegen die „Versteppung der Landschaft“ zu schaffen. Ein Grundstück wurde dem Verein in Aussicht gestellt. 
  • 1957 - Die erste Satzung der Waldfreunde wird in Kraft gesetzt. Damals betrugen die Aufnahmegebühr  5,00 DM und der Jahresbeitrag 12,00 DM bis zum 70. Lebensjahr.
  • 05.01.1958 – Die neuen Statuten für den Verein werden in der Generalversammlung einstimmig genehmigt.
  • 01.08.1958 – Der Verein hat nun 6 fördernde und 25 aktive Mitglieder.
  • 1959 – Kirmesdienstag wird auf dem „Kleinen Petersberg“ die erste Frau, Gertrud Nuber, Hahnenkönigin.
  • 1973 - Der Gedenkstein „Hubertusstein“ wird anlässlich der Feierlichkeit 1000 Jahre Kottenforst, von den Waldfreunden aufgestellt. Das Hubertusbild, welches der Verein im Distrikt 144 des Kottenforstes aufgehängt hatte und unter dem man sich alljährlich zu Ostern und Pfingsten traf, musste zuvor entfernt werden, da die alte Eiche gefällt wurde.
  • 1975 - Die Eintragung in das Vereinsregister bei Amtsgericht Bonn erfolgt. Ab nun heißt der Verein: Verein der Waldfreunde St. Hubertus 1926 Bonn – Duisdorf – Hardtberg e.V.  

Großer Findling am Eingang zum Grillplatz

Großer Findling am Eingang zum Grillplatz

In den folgenden Jahren setzten sich die Waldfreunde vermehrt für die Hege und Pflege des Waldes ein und auch die Ehrung der Toten gehörte immer zum Vereinsleben. Der Verein wurde vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Viele einsatzfreudige Mitglieder und tatkräftige Vorsitzende müssten an dieser Stelle genannt werden, aber vertretend für alle seien besonders die Vorsitzenden des Vereins hervor zu heben: 

Christian Görgen, Fritz Thelen, Caspar Schröder,  Peter Lülsdorf, Heinrich Agnes, Lorenz Effelsberg, Wilhelm Knippling, Karl Rülke, Siegfried Schönherr, Klaus Deckert und aktuell Bruno Schmidt.