VEREIN DER WALDFREUNDE ST. HUBERTUS 1926 Bonn Duisdorf-Hardtberg e. V. 

 

Waldreinigung und Baumpflanzung am 18.03.2017

Pflanzen des Baumes des Jahres 2017: "die Fichte"
 
In den Wochen kurz vor Ostern ist es guter Brauch beim Verein der Waldfreunde St. Hubertus 1926 Bonn-Duisdorf e.V., dass im Waldgelände rund um den Grillplatz des Vereins eine große Waldreinigungs-Aktion stattfindet. Dieses stadtweite Ereignis wird erstmalig im Rahmen von „Bonn-Picobello“ unter dem Stichwort „Let`s clean up Europe“ im gesamten Bonner Stadtgebiet durchgeführt. 
 
Zu dieser Aktion hatten sich stadtweit mehr als 2.500 Personen angemeldet, die alle für ein sauberes und reines Stadtbild sorgen wollten. Etwa 80 Personen hatten sich eingefunden, um das Waldgelände zwischen Witterschlick und dem Malteser-Krankenhaus von Abfall und Unrat zu säubern. Ebenfalls ist es guter Brauch, dass die Mitglieder der Walfreunde von anderen Vereinen tatkräftig unterstützt werden. 

So waren Vertreter vom Stiefel-Club 1970 Duisdorf, von der St. Hubertusschützenbruderschaft Duisdorf 1911 e.V., den Radsportfreunden 1936 e.V. Bonn-Duisdorf, vom Turn- und Kraftsportverein 1906 e.V. Duisdorf, vom Spielmannszug Rot-Weiß 67 Duisdorf e.V., von den christlichen Pfadfindern Martin-Bucer-Haus Bonn, der 1. FC. Hardtberg 1920 e.V., sowie viele Mitglieder der Waldfreunde aber auch einige Vertreter des CDU-Ortsverbandes mit großem Eifer bei der Sammel-Aktion im Wald dabei. Die Weinkönigin Constanze I. zeigte auch ihre Verbundenheit mit den Vereinen.
 
Auch in diesem Jahr sammelte man wieder große Mengen weggeworfenen Unrats in Plastiksäcken, so wurden unter anderem ein Autokühler-Grill, ganze Berge von Plastik-Töpfen mit den dazugehörigen Blumenpflanzen, jede Menge kleine Schnapsflaschen und Unmengen von Papier-Taschentüchern, sowie Bonbonpapier eingesammelt. Dankenswerter Weise stellte die Stadt Bonn mit ihrer Abfallwirtschaft BonnOrange einen LKw, der den Müll abholte. Man kann nur den Kopf schütteln und sich fragen, was bewegt die Menschen, den Müll einfach im Wald zu entsorgen. Es werden doch für jede Müllart Abfuhrmöglichkeiten geboten, die den Müll direkt von zu Hause abholen. 
 
Ein weiterer Höhepunkt an diesem Nachmittag war die Pflanzung des „Baum des Jahres“. Eine ganze Allee ziert den Waldweg zum Grillplatz, der „Baum des Jahres“ für  2017 ist die Fichte. Sie wurde in diesem Jahr auf dem Platz in der Nähe des Vereinsheims der Marinekameradschaft gepflanzt. Die Fichte ist neben der Kiefer die häufigste Baumart in Deutschland, sie ist ein wichtiger und bedeutender Holzlieferant und wird auch als „Brotbaum des Waldbesitzers“ bezeichnet. Ihr immergrünes Erscheinungsbild prägt viele Landstriche und ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mittel- und Südeuropa, von Skandinavien bis nach Sibirien. 
 
Viele Fichtenbaumbestände wurden von Menschenhand angepflanzt, es ist aber auch ein gehöriges Stück Risiko für diese Monokulturen vorhanden, werden sie auf falschen Flächen gepflanzt, so besteht bei Sturm, Orkan oder auch Borkenkäferbefall, Läusen und anderen Schädlingen eine enorme Zerstörung des Waldes. Forstoberamtsrat Klaus Oehlmann vom Forstamt Wahner Heide, der diese Jungfichte mitgebracht hatte, wusste von vielen Eigenschaften dieses Baumes zu berichten, und in einer gemeinsamen Aktion mit dem Spender des Baumes wurde die Fichte unter großem Beifall der anwesenden Gäste gepflanzt.
 
Die ganze Zeremonie wurde vom Jagdhornbläser-Chor der Kreis-Jägerschaft Bonn begleitet. Der Spender des „Baum des Jahres 2017 die Fichte“, Siegfried Schönherr und seine Frau Gisela, sind natürlich keine Unbekannten. Sie wohnen schon Jahrzehnte im Ortsteil Bonn-Duisdorf und sie hatten gute Gründe als Spender in Erscheinung zu treten. Siegfried Schönherr wurde im letzten Jahr 80 Jahre alt und ist mit seiner Frau Gisela 50 Jahre verheiratet. Er ist über 30 Jahre Mitglied im Verein der Waldfreunde, davon 21 Jahre als deren Vorsitzender. Als er 1987 den Vorsitz vom damaligen Vorsitzenden Karl Rülke übernahm, lag sehr viel Arbeit vor ihm, denn es galt den Grillplatz und das Vereinshaus auf den neusten Stand zu bringen. 
 
Wie Siegfried Schönherr erzählte, musste nachträglich die Baugenehmigung für die Anlage eingeholt werden, es wurde eine moderne Toilettenanlage mit Wasserspülung installiert, dazu wurde das Regenwasser von den Dächern in große Tanks  gespeichert. Die Grillhütte bekam ein neues Dach und wurde erneuert ebenso die Vereinshütte. Zusätzlich wurden neue Bänke und Tische aufgestellt, aber der Hauptzweck des Vereins war die Pflege des Waldes, die Reinhaltung und das gesellige Miteinander der Mitglieder. Siegfried Schönherr hat sich dafür eingesetzt, dass „seinem Verein“ die Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt der Stadt zuerkannt wurde.  
 
Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Forstamt Wahner Heide, hier insbesondere mit dem Forstdirektor Jörg Pape und Forstoberamtsrat Klaus Oehlmann, wurde so mancher wertvoller Hinweis der beiden in die Tat umgesetzt, die auch immer den Baum des Jahres in all der langen Zeit zur Verfügung stellten. Nicht zu vergessen das Aufhängen der Nistkästen und die Pflege, Reparatur und Erneuerung in jedem Jahr. Dieser Platz ist ein Schmuckstück im Waldgebiet, und da er auch sehr gut zu erreichen ist und über genügend Parkplätze verfügt, wird er sehr gerne von der Bevölkerung genutzt. Die Pflege ist nur zu erreichen, wenn man einen engagierten Vorsitzenden hat, der seine Mitglieder so gut motivieren kann, dass alle an einem Strick ziehen. 
 
Durch die Unterstützung durch Sponsoren und Spenden der Bürger mit finanziellen und materiellen Mitteln, ist der Verein ein anerkannter Anziehungspunkt und gern gesehener Platz inmitten der Duisdorfer Vereinsfamilie. Nach seinem Ausscheiden als Vorsitzender wurde Siegfried Schönherr zum „Ehrenvorsitzenden“ des Vereins der Waldfreunde St. Hubertus 1926 Bonn-Duisdorf e.V. ernannt. Er freute sich besonders, dass er mit seiner Frau Gisela den Baum des Jahres 2017 spenden durfte. Zum Abschluss wurden alle Gäste auf den Grillplatz zu einer herzhaften Brotzeit mit saftigen Steaks und schmackhaften Würstchen, sowie einem zünftigen Kölsch vom Ehepaar Schönherr eingeladen.

==> Quelle http://www.hardtberg-bote.de.